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Zukunft digitale Fitness

Aktualisiert: 8. Nov. 2023

Digital, Smartwatch, Fitness, App und Onlinecoaching – ein Abenteuer

Wir schreiben das Jahr 2027, und ich starte meinen Tag, weil mein Smartphone mir mitgeteilt hat, dass ich die optimale Schlafzeit erreicht habe – weder zu kurz noch zu lang. Als nächstes werfe ich einen Blick in meine Ernährungs-App. Seit Monaten verfolge ich hier meine Essgewohnheiten. Dies ergibt Sinn, da ich auch eine App von meinem Fitnessstudio besitze, die meine aufgenommenen Kalorien mit den verbrannten Kalorien abgleicht. So habe ich stets einen genauen Überblick über meine Energiebilanz.

Manchmal bin ich jedoch verwirrt, da mein Mobiltelefon meine Schritte zählt, und mein Herzfrequenztracker andere Ergebnisse liefert als die App auf meinem Smartphone. Doch mein Online-Personal-Trainer beruhigt mich und erklärt, dass es vor allem um die Verfolgung von Distanz und Kalorienverbrauch geht. Ich vertraue ihm. Immerhin ist er zwar ein Avatar, aber seine Dienste kosten bei Weitem nicht so viel wie ein Personal Trainer im Fitnessstudio.


Smartwatch
Smartwatch

Online Coach AI

Während ich abschweife, erinnert mich meine Fitnessstudio-App daran, einen Groupfitnesskurs zu besuchen. Dieser Kurs ist zwar virtuell, aber ich kann ihn sogar selbstständig über die App starten, wenn ich im Studio vor Ort bin. Beim letzten Mal hat es zwar nicht ganz geklappt, da einige Damen schneller waren und den Kurs bereits gestartet hatten. Aber nachdem meine Ernährungs-App mich darauf hingewiesen hat, meine Mikronährstoffe zu überprüfen und zu dem empfohlenen Produkt zu greifen, fühle ich mich schnell besser. So nehme ich schließlich an einem FunXtion-Trainingkurs teil. Dabei steht man vor einer Säule, die wie ein übergroßes Smartphone aussieht. Es mag absurd erscheinen, vor einer Säule zu trainieren, aber mein bester Freund Chris in New York steht ebenfalls vor einer solchen Säule in einem Club, und wir veranstalten eine Challenge, um zu sehen, wer 50 Burpees schneller schafft. Ich kann ihn dabei sehen, was das Ganze deutlich motivierender macht.


Die Chancen der "digitalen Welt"

So oder so ähnlich könnte unser Alltag in den kommenden Jahren aussehen. In diesem Artikel möchten wir verdeutlichen, welche Chancen die "digitale Welt" im Bereich Fitness und Training bietet. Um die Unterschiede zwischen "Technologie" und "Digital" genau zu verstehen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Definitionen. Im Anschluss werden wir den Begriff "Digital" genauer erläutern und zeigen, wie digitale Lösungen das Kundenerlebnis im Fitnessstudio verbessern können.


Definition von Digital vs. Technologie

  • Technologie umfasst Hardware oder Maschinen, wie beispielsweise Laufbänder, Konsolen, Bluetooth oder Smartphones.

  • Digital bezieht sich auf die Software, die es uns ermöglicht, mit dieser Technologie zu arbeiten. Diese Software kann auf Smartphones, Trackern oder Laufbandkonsolen installiert sein. Sie bietet sowohl den Endnutzern (Mitgliedern) als auch den Betreibern (z. B. Auslastung, Wartungsintervalle) Nutzen.


Inspiration und Motivation für Fitnessstudio-Mitglieder

Der Mensch steht im Mittelpunkt des Erlebnisses

Lass uns mit einer Schlussfolgerung beginnen: Das positive Erlebnis eines Sportlers wird immer zwischen Menschen stattfinden, sei es zwischen Trainer und Mitglied oder zwischen Mitgliedern selbst. Auch wenn unsere Trainingsprogramme immer anspruchsvoller werden und die Trainer sich immer stärker spezialisieren, unterscheidet ein guter Trainer sich am Ende immer durch seine sozialen Kompetenzen von einem schlechten Trainer. Natürlich setzen wir die fachliche Kompetenz voraus.

Es geht nicht nur darum, "was wir tun", sondern vor allem darum, "wie wir es tun". Daher wird neben der digitalen Erfahrung, den besten Geräten und einem umfangreichen Wellnessbereich immer der Mensch derjenige sein, der das Erlebnis gestaltet und die Bindung zu den Mitgliedern aufbaut.

Dennoch ist der Wunsch nach aktuellen Trends unaufhaltsam. Überall sieht man Apps, Tracker und Software. In diesem Artikel werden wir diskutieren, wie Fitnessclubs diese Technologie nutzen können, welche Möglichkeiten sich bieten und wie dies sowohl den Kunden als auch den Betreibern zugutekommen kann.


Faktoren für das Trainingserlebnis

Eine Studie zeigt, dass Mitglieder ihr Trainingserlebnis von verschiedenen Faktoren abhängig machen. Dazu gehören:

  1. Kompetenz

  2. Erfolg

  3. Gestaltung des Trainings

  4. Kommunikation

  5. Wertschätzung

  6. Gruppendynamik und Spaß

Woraus besteht also ein Erlebnis im Fitnessstudio? Sicher nicht aus Robotern, die auf Cardiogeräten stehen und stundenlang auf Bildschirme starren. Die Zeit und die Intensität des Trainings spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Hierbei kommt es vor allem auf die Schulung und das Wissen des Personals an. Wenn die Trainer die Produkte kennen und verstehen, können sie individuelle Nutzungsmöglichkeiten im Studio entwickeln und einen einzigartigen Mehrwert schaffen, den die Mitglieder schätzen und der zu einem positiven Trainingserlebnis beiträgt.


Context vor Content

Heutzutage ist alles etwas technischer in den Fitnessstudios geworden. Überall lassen sich Geräte und Anwendungen leicht installieren und nutzen. Das ermöglicht es den Betreibern, Mehrwert zu schaffen und besondere Erlebnisse in den Trainingsalltag ihrer Mitglieder zu integrieren. Selbst die Digitalisierung ist vor dem Wachstum der Fitnessbranche nicht zurückgeblieben. Das Besondere an digitalen Produkten ist, dass sie im Gegensatz zur reinen Technologie immer persönlicher werden. Jede App arbeitet mit den biologischen Daten und Werten des Nutzers und passt ihre Programme individuell an.

Digitale Lösungen können verschiedene Formen annehmen, sei es eine Software, eine App oder eine Webanwendung, die die Produktivität steigert. Sie kann beispielsweise die Abrechnung der Mitarbeiter übernehmen oder das Warenwirtschaftssystem verwalten. Eine digitale Fitnesslösung hingegen trägt dazu bei, das Trainingserlebnis der Studiomitglieder zu verbessern oder die organisatorischen Abläufe in den Fitnessclubs zu optimieren. Mitglieder erhalten dadurch personalisierte Workouts, Ernährungstipps, die Möglichkeit zur Anmeldung für Groupfitnesskurse, Neuigkeiten und soziale Vernetzung. Clubs können Online-Zahlungen anbieten, Mitglieder verwalten, Nachhaltigkeitsmessungen durchführen und Arbeitspläne erstellen.

Digital ist das neue Normal. Diese Entwicklung betrifft nicht nur die Fitnessbranche, sondern ist in jeder Branche weit fortgeschritten. Das digitale Zeitalter hat viele Bereiche grundlegend verändert. Viele unserer Mitglieder im Studio haben bereits digitale Lösungen wie Apps und Tracker in ihren Alltag integriert und sind damit vertraut. Wir befinden uns mitten in einer digitalen Revolution und müssen uns auch in der Fitnessindustrie damit auseinandersetzen. Dies wird besonders deutlich, wenn wir Beispiele aus anderen Branchen betrachten:

  • UBER ist der weltweit größte Mitfahrdienst, ohne ein einziges Auto zu besitzen.

  • Skype ist das größte Kommunikationsunternehmen der Welt, ohne über eigene Infrastruktur zu verfügen.

  • Airbnb ist der größte Anbieter für Übernachtungen, und sein Umsatz übertrifft den der sechs größten Hotelketten weltweit.

  • Amazon ist der weltweit größte Buchhändler, und dennoch betreibt er nur einen einzigen Buchladen weltweit.

Eine Studie von Flury Analytics aus dem Jahr 2014 zeigt, wie oft Fitness-Apps genutzt werden:

  • 62% verwenden ihre Fitness-App täglich, im Vergleich zu nur 33% für Apps mit anderen Inhalten.

  • Etwa 50% nutzen ihre Fitness-App aktiv 3-5 Mal pro Woche.

Wir müssen verstehen, dass Digital das neue Normal ist, auch in der Fitnessbranche. Es ist der Weg, wie Clubs mit ihren Mitgliedern kommunizieren, ihre Auslastung planen, Werbung schalten und Angebote verbreiten. Zukunftsprognosen von BI Intelligence schätzen, dass die Verbreitung von Smartwatches und Wearables weiter zunehmen wird. Im Jahr 2015 wurden knapp 30 Millionen Smartwatches verkauft, und bis 2019 wird die Zahl voraussichtlich auf ca. 110 Millionen steigen. Auch die Anzahl der verkauften Wearables wird voraussichtlich von 50 Millionen im Jahr 2015 auf 140 Millionen im Jahr 2019 steigen. Diese Prognosen zeigen, dass die digitale Entwicklung unaufhaltsam ist.


Warum also setzt die Fitnessbranche vermehrt auf Digital? Ein sinnvoller Einsatz von Technologie und digitalen Lösungen kann die Motivation und Einsatzbereitschaft der Kunden im Bereich der digitalen Fitnesswelt erheblich steigern. Die folgenden Beispiele sollen verdeutlichen, wie die Interaktion zwischen Fitnessstudios bzw. Trainern und Mitgliedern zukünftig verbessert werden kann:

  • Clubs und Personal Trainer können aktuelle Angebote in der App veröffentlichen und motivierende Botschaften sowie spezielle Inhouse-Angebote anbieten. Auch Workshops, besondere Trainingsprogramme und Bilder des neuen Wellnessbereichs können in einer Vorschau gezeigt werden.

  • Personal Trainer können kurze Workouts zeigen und empfehlen.

  • Fitnessclubs können interessante Webseiten von Kooperationspartnern, Bloggern oder Sportprofis teilen und so ihre Position als Marktführer unterstreichen.

  • Clubs können Gruppen für spezielle Workout-Angebote bilden oder Outdoor-Trainingseinheiten anbieten. Ort, Zeit und Trainingsinhalte können als Zusatzinformationen bereitgestellt werden.

  • Personal Trainer könnten direkt auf das Kundenprofil zugreifen und den Workoutplan individuell anpassen und aktualisieren.

Was bedeutet Digital für Trainer?

In den kommenden Jahren werden wir mit Millionen von Datensätzen arbeiten. Nun liegt es an den Clubs, diese Daten zu analysieren und zu interpretieren, um das Erlebnis ihrer Mitglieder zu steigern. Der sichere Umgang mit digitalen Lösungen ist dabei entscheidend. Wenn Trainer gut geschult sind und die digitale Technologie souverän beherrschen, können sie digitale Angebote überzeugend präsentieren, und die Mitglieder werden sie mit Begeisterung nutzen. Dies kann auch die Bindung der Mitglieder an das Studio stärken.


Fazit

Das positive Erlebnis und die Bindung zwischen Fitnessstudio und Mitglied werden immer von Menschen geschaffen. Dennoch werden uns digitale Helfer in vielerlei Hinsicht unterstützen und sind in der Zukunft aus der Studiowelt nicht mehr wegzudenken.

Marc Rohde



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