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Barfusswanderschuh - Vivobarefoot Tracker Decon Women and Man

Aktualisiert: 25. Apr.

Wer diesen Schuh kauft, muss stark sein!

Da ist er also, der Wanderstiefel im Barefootdesign. Er stürmt, rein von der Idee her, sämtliche Türen bei mir ein, denn meine alten Wanderstiefel haben ich immer erst gut gepasst, wenn sie das Zeitliche segnen mussten, also reif für die Tonne waren.


Ein neuer Versuch meine Wanderslust über Stock und Stein genießen zu können. Vielleicht endlich mal ohne dauerhafte Blasen an Ferse und kleinem Zeh oder dem nervigen Einlaufen mit feuchten Wollsocken.


Da Vivobarefoot für einen ehrlichen Test auf mich zugekommen ist und mir die Testschuhe zur Verfügung gestellt haben und ich eh seit Jahren Barfussschuhe trage, habe ich dem Test gerne zugestimmt. Unvoreingenommen wie eh, ehrlich wie je, wird dieser Test ausfallen:.



Inhalt des Blogbeitrags

1. Verarbeitung

2. Passform & Look

3. Wander- und Bergfähigkeiten

4. Gefühl

5. Fazit

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1. Verarbeitung

Sobald die Kiste aufgeht, geht der Spaß los. Das Material fühlt sich stabil, aber trotzdem sehr angenehm weich an. Die Sohle, die Verklebungen, der eingearbeitete Innenschuh sind super hochwertig, wie man es von einem Schuh um die 200€ erwarten kann. Die Schnürsenkel sind bereits eingezogen, was ich als sehr angenehm empfinde. Denn so könnte das Ding sofort an den Fuss. Aber stop mal - einen Barfuß Schritt zurück: Aus welchem Material bestehen die im Gegensatz zu klassischen Wanderstiefeln besonders leichten Schuhe denn eigentlich?

Leder, Wolle und wegen der Robustheit natürlich ein wenig aus Elastan und Polyester.

Die Innensohle aus Bio-Cotton und Wolle, aber dazu später mehr, denn das ist nicht ganz unwichtig. 495g leicht sind die beiden Kollegen. Man könnte sagen: Luft am Fuß.


Erster Eindruck: Sehr überzeugend, auch wenn die Form mich immer noch abschreckt. Aber ok.


2. Passform und Look des Vivobarefoot Tracker Decon Women and Man

Bisher sind an meine Füße nur 5-Finger-Schuhe gekommen. Die Breite der Vivobarefootschuhe hat mich lange abgeschreckt. Trotz überzeugendem Design bei dem Tracker Decon FG2 konnte ich mich bisher nur schwer dazu durchringen, die Schuhe in allen Lebenslagen zu tragen. Doch jetzt im Herbst und mit der Info, dass der Tracker Decon FG2 zusätzlich wasserabweisend ist, ändert das meine Haltung.


Dadurch das der Decon eben nicht versucht ein „normaler“ Schuh zu sein, kann ich seine Form super akzeptieren. Hinzukommt, dass der Schuh sich ab der ersten Sekunde an meinen Fuß angeschmeichelt hat. Man schlüpft im wahrsten Sinne des Wortes rein und ist sofort „zuhause“. Da rutscht nichts, die Innensohle ist angenehm weich und trotzdem spürt man direkt den direkten Kontakt zum Boden. Hier sei noch erwähnt, dass die Sohle durchstoßfest ist und man damit natürlich auch spitze Steine oder Kanten beim Wandern meistert ohne wie beim klassischen Turnschuh piksen unter dem Fuß zu spüren. Mega.


3. Wer diesen Schuh kauft, muss stark sein

Kommen wir mal zur Überschrift zurück: Wer diesen Schuh kauft, muss stark sein!

Fragen wir mal meine Zehen, was sie zu der neu gewonnenen Freiheit sagen würden?

· 1. Woche: Wer braucht soviel Platz?

· 2. Woche: Wir fühlen es total!

· 3. Woche: Verkauf die anderen Schuhe, Marc. Wir haben kein Bock mehr auf so eingeengt zu sein. (4 Paar Red Wing Schuhe stehen nun traurig in der Ecke. Top Zustand: Will die jemand von euch kaufen? Größe 43).


Ich kann keine klassisch geschnittenen Schuhe mehr an meinen Füßen haben. Keine Nike, keine Reebok, keine Joggingschuhe… meine Zehen möchten das einfach nicht mehr. Du musst stark sein, denn dir muss bewusst sein, dass dieser Tragekomfort deine Gewohnheiten über das Gefühl verändern wird. Diese Emotion ist so gnadenlos ehrlich zu dir, dass zumindest ich keine andere Möglichkeit mehr sehe, als laut auszurufen „Free your toes“.


Der Look des Schuhs hat mich zum #monkstyle verleitet. Ich kremple sogar meine Hosen ein bißchen hoch, weil ich den Look für mich etabliert habe. Ich möchte, dass andere Menschen den Schuh sehen. Ich mag den geänderten Style mit meinen Hosen, bunten Socken und dem Vivobarefoot Tracker Decon Woman and Man. Meiner ist sandfarben und ich überlege tatsächlich, ob ich ihn nicht in dem grün nochmal bestelle und in dem Fall auch bezahle.


Zweiter Eindruck: Man gewöhnt sich schneller an den Look als man denkt. Er ist progressiv, aber unter den Umständen (Herbst, Matsch, Blätter, etc) doch besser in meine Geraderobe einzupflegen als jeder Gummistiefel, Doc Martens oder andere Boots. Ich bin 2-facher Papa – ich darf auch praktisch denken.



4. Wander- und Bergfähigkeiten

Ich als Hamburger Jung habe - aus Gründen - den Elbhang als Herausforderung gewählt. Ok, nicht das Alpenvorland, aber eben auch steil, wenn man querfeldein läuft. Das Top Thema hier ist die Griffigkeit der Sohle. Im „Feld“ absolut überzeugend. Die Sohle hat Stollen, die zupacken wie meinen Mountainbike Reifen in den schwarzen Bergen. Klar, da bleibt nach der Tour auch ordentlich Muttke hängen, aber bis ich zuhause bin, hat sich die Sohle wieder selbst gereinigt. Pluspunkt.


Tipp: Nicht gleich ins Auto steigen, dass könnte wiederum nach hinten losgehen, wenn man es gerne sauber hat.


Kommen wir aber zu den Herausforderungen der Schuhdesigner, wie ich sie mir vorstelle. Diese Noppen brauchen eine gewisse Härte, damit die sich nicht nach 3 Monaten ablaufen. Das hat zur Folge, dass die Sohle – zumindest in dem Neuzustand wie bei mir – auf nassen, sehr glatten Flächen (Fliesen etc) sehr rutschig ist. Aber dafür sind die Dinger auch nicht gemacht. Das Bad würd ich damit also nicht wischen wollen.

Vorteil der Noppen: ich fahre mit den Dingern auch super gerne Fahrrad, weil die sich hervorragend in meine Pedale des Mountainbikes reinfräsen. Quasi Clickpedalen ohne Click. Aber eben robust und wasserabweisend. In Hamburg ein echter Pluspunkt.


Dritter Eindruck: Überraschend Alltagstauglich in der passenden Jahreszeit. Absolut nicht erforderlich den Tracker Decon FG2 nur beim Wandern anzuziehen Er ist ein Alltagsheld der Füße. Und ehrlich – ich würde nicht so schwärmen, wenn dem nicht so wäre.


4. Gefühl

Für mich der wichtigste Indikator, wenn ich eine Gewohnheit ändern soll. In dem Fall war mir bewusst, dass meine Schuhe sich „zu eng“ anfühlen, aber ich wollte den Schritt nicht gehen.


Optik, Preis und alles andere, was einem dazu als Kontra einfällt, habe ich vorgeschoben. Und ja, ich finde den Schuh nur in der von mir beschriebenen Art wirklich akzeptabel. Ich bin aber wegen des Lauf-und Tragekomfort absolut in der Lage, dies hintenanzustellen und die Vorteile zu sehen.

Ok, ich bin kein Fashion Victim und kann das eher akzeptieren, aber sind wir mal ehrlich, es gibt aktuell wieder Buffalo Boots und Sneaker mit 8 cm dicken Sohlen. Da schneidet der Vivobarefoot Tracker Decon Women and Man FG2 deutlich besser ab.


Vierter Eindruck besticht nach 4 Wochen kontinuierlichem Tragen: Meine Füße müffeln nicht, meine Füße bleiben auch bei 3-4° Grad Außentemperatur angenehm temperiert. Das liegt an der temperaturausgleichenden Sohle. Passende Wärme = kein Schweiß = kein gemuffel = keine kalten Füße. So schließt sich der Kreis, wenn ich über das Gefühl beim Tragen des Decon FG2 spreche.


5. Fazit

Jeder der insgeheim schonmal darüber nachgedacht hat sollte die 100 Tage-Testlauf nutzen, die Vivobarefoot anbietet. Aber Vorsicht:



Denn seid euch darüber bewusst, dass dies euer Gefühl beim Tragen eines Schuhs in Sachen Tragekomfort maximal beeinflussen wird. Mich hat Vivobarefoot in den ersten 4 Wochen überzeugt. Jetzt steht nur noch der Langzeittest der Sohle und des Schuhs im Allgemeinen aus. Dafür werden ich den Blogbeitrag nach 3 und 6 Monaten aktualisieren. Dann ist der Winter vorbei und der Tracker Decon FG2 sollte dann aber immer noch mit der gegebenen Qualität überzeugen. Ob beim Wandern oder beim City Slickern.





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UPDATE 25.04.2024

Gute 6 Monate später kann ich nichts schlechtes über den Schuh berichten. Es gibt einen eintigen Wermutstropfen an diesen Stiefeln: Die Sohle läuft sich in der Stadt zu schnell ab. Meine Schuhe sind mittlerweile schon sehr dünn und werden bei dem weiteren Nutzen sicherlich kein ganzes Jahr halten. Dazu muss ich sagen, dass ich nur noch und ausschliuesslich diese Schuhe tragen möchte. Ich kann rein vom Körpergefühl keine anderen Schuhe mehr an meinen Füßen dulden - oder anders gesagt: Meine Füße dulden kein anderes Gefühl mehr, als Barfussschuhe.

Die Schuhe sind mit einer Wildlederbürste hervorragen zu reinigen, alle Nähte und auch die Sohle sind durchweg super hochwertig verklebt und alles ist auf robustheit und langlebigkeit ausgelegt. Nützt nur nix, wenn die Sohle in der Mitte innerhalb von 6 Monaten abgelaufen ist.

In diesem Fall werde ich mir tatsächlich die Arbeit machen und die Schuhe von einem Schuster überarbeiten zu lassen. In der Hoffnung, dass er mir dort eine Sohle basteln kann.

Update folgt


Ahoi aus Altona

Marc

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